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title: "mboxShell 1.0: erste stabile Version, was neu ist — Mbox Viewer"
description: "mboxShell, unser Open-Source-Terminalwerkzeug für MBOX-Dateien, erreicht 1.0 mit einer Konfigurationsdatei, die endlich tut, was sie verspricht. Dazu das, was die vier Versionen brachten, über die wir nie geschrieben haben: Maildir-Export, eine Sicherheitsprüfung, ein helles Theme, Aruba-Postfächer und nummerierte Exporte."
url: https://mboxviewerpro.com/de/blog/neu-in-mboxshell-1-0/
language: de
updated: 2026-10-06
source: Mbox Viewer
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`announcement` `product` `mboxshell`

# mboxShell 1.0: die erste stabile Version und alles, was seit 0.8 dazukam

mboxShell, unser Open-Source-Terminalwerkzeug für MBOX-Dateien, erreicht 1.0 mit einer Konfigurationsdatei, die endlich tut, was sie verspricht. Dazu das, was die vier Versionen brachten, über die wir nie geschrieben haben: Maildir-Export, eine Sicherheitsprüfung, ein helles Theme, Aruba-Postfächer und nummerierte Exporte.

[David Carrero](https://mboxviewerpro.com/de/autor/) · 6\. Oktober 2026

[mboxShell](https://mboxviewerpro.com/de/mboxshell/), das freie, MIT-lizenzierte Terminalwerkzeug, aus dem Mbox Viewer hervorgegangen ist, hat heute **1.0.0** erreicht. Es ist die erste stabile Version, und die Nummer bedeutet etwas Konkretes: Ab jetzt folgen die Kommandozeile und die Konfigurationsdatei der semantischen Versionierung. Alles, was ein Skript brechen würde, das du dagegen geschrieben hast, kann also erst mit einer 2.0 kommen.

Zuletzt haben wir im August darüber geschrieben, als 0.7.2 gelernt hat, [ein Postfach in kleinere zu teilen](https://mboxviewerpro.com/de/blog/grosse-thunderbird-postfachdateien-teilen/). Seitdem sind sechs Versionen erschienen. Eine davon, 0.7.3, hat nur einen Link geändert; die anderen fünf haben hier nie einen Beitrag bekommen. Dieser holt das nach.

## 1.0: Die Konfigurationsdatei tut, was sie verspricht

Ehrlich gesagt ist die wichtigste Neuerung von 1.0 eine Fehlerbehebung. mboxShell hat schon immer eine `config.toml` gelesen, und die README dokumentierte dafür eine lange Liste von Optionen — gelesen wurden aber nur vier: die Protokollstufe, das Theme und die beiden Anhang-Optionen. `default_sort`, `sort_order`, `date_format`, `layout`, `show_sidebar`, `csv_separator`, `cache_dir` und der Rest wurden akzeptiert und dann ignoriert. Jetzt funktionieren sie alle. Ein paar, hinter denen nie etwas stand (`[columns]`, `[performance]`, `default_format`…), sind weg; eine alte Datei, die sie noch enthält, lädt ohne Beschwerde.

Damit die Datei leicht zu finden ist, gibt es einen neuen Befehl `config`:

```
$ mboxshell config path
/Users/you/Library/Application Support/mboxshell/config.toml
(not created yet: `mboxshell config defaults` prints a starting point)
```

`config defaults` gibt jede Option mit ihrem Standardwert und einem Kommentar aus, sodass `mboxshell config defaults > "$(mboxshell config path)"` dir eine Datei liefert, die du direkt bearbeiten kannst. `config show` zeigt deine eigene und meldet, was ignoriert wird:

```
$ mboxshell config show
[general]
date_format = "%d/%m/%Y %H:%M"
sort_order = "upward"
Invalid value for general.sort_order: "upward"; using the default
```

Vor 1.0 wurde dieser Wert stillschweigend verworfen — und ein fehlerhaftes `date_format` brachte die Oberfläche zum Absturz. Jetzt fällt jeder ungültige Wert mit einer Warnung auf seinen Standard zurück. Außerdem eine Korrektur in der Dokumentation: Unter macOS liegt die Datei in `~/Library/Application Support/mboxshell/`, nicht in `~/.config/mboxshell/`, wie die README behauptete.

## 0.8.0: das ganze Werkzeug auf dem Prüfstand

Die größte der Versionen, die wir übersprungen haben, entstand, indem wir das ganze Werkzeug von vorne bis hinten mit einer einzigen Frage gelesen haben: Was passiert, wenn das Postfach feindselig, kaputt oder einfach riesig ist?

**Sicherheit.** Der HTML-Sanitizer — das Einzige zwischen einer bösartigen E-Mail und deinem Browser, wenn du nach HTML exportierst oder `H` drückst — wurde auf eine Version gebracht, die zwei veröffentlichte XSS-Sicherheitshinweise behebt, und die CI prüft die Abhängigkeiten jetzt bei jedem Build. Externe Bilder werden in HTML-Exporten standardmäßig blockiert, denn beim Öffnen der Seite würden sie geladen, und ein Tracking-Pixel verrät dem Absender, wann und von wo das Archiv gelesen wurde. Die Seite sagt, wie viele blockiert wurden, und `--allow-remote-images` holt sie zurück. Und der Index, die CSV-Datei und die temporären Dateien werden jetzt neu angelegt und erst am Ende an ihren Platz umbenannt. Ein Postfach, das mit einem präparierten symbolischen Link daneben geliefert wird, kann so keine Datei von dir mehr überschreiben lassen.

**Zusammenführen.** Die [Deduplizierung](https://mboxviewerpro.com/de/glossar/deduplizierung/) hat zwei Nachrichten als gleich behandelt, sobald sie dieselbe [Message-ID](https://mboxviewerpro.com/de/glossar/message-id/) hatten. Damit konnte eine Nachricht, die weiter vorn in den Eingaben platziert war, eine echte aus dem zusammengeführten Archiv verschwinden lassen. Jetzt ist eine Nachricht nur noch ein Duplikat, wenn Message-ID *und* Inhalt übereinstimmen. Außerdem liest das Zusammenführen seine Eingaben als Stream, statt jede komplett in den Speicher zu laden.

**Fehlerhafte Eingaben scheitern sichtbar.** Ein Suchfilter, den mboxShell nicht verstand — `after:2099-13-45`, `size:big` —, wurde früher verworfen. Die Suche lieferte dann *alles*, und ein darauf aufbauendes `export --query` exportierte das ganze Postfach. Jetzt ist das ein Fehler. Eine Datei, die überhaupt kein Postfach ist, wird abgelehnt, statt sich als „0 Nachrichten“ zu öffnen, und ein 800-MB-Postfach ohne Zeilenumbrüche wird jetzt mit etwa 20 MB RAM indexiert statt mit 816.

**Barrierefreiheit.** Die Einstellung `theme` funktioniert endlich: `light` ist neu, mit allen Textfarben mindestens im WCAG-AA-Kontrast, und `terminal` verwendet keine eigenen Farben, folgt also der Palette deines Terminals (`NO_COLOR` erzwingt das). Die ausgewählte Nachricht ist mit `>` markiert und der aktive Filter mit `•`, sodass keins von beiden von Farbe abhängt. Und der echte Cursor des Terminals folgt jetzt dem Fokus — genau dem folgen Screenreader, Braillezeilen und Bildschirmlupen.

**Export nach [Maildir](https://mboxviewerpro.com/de/glossar/maildir/).** `export --format maildir` schreibt einen Standardordner mit `cur/`, `new/` und `tmp/`, funktioniert mit `--query` und wandelt Gelesen- und Markiert-Kennzeichen — einschließlich der Gmail-Labels `Opened` und `Starred` — in Maildir-Flags um:

```
$ mboxshell export INBOX --format maildir --output ./INBOX-maildir
  Exporting 2 message(s) (maildir) → ./INBOX-maildir
  Exported to Maildir ./INBOX-maildir (2 message(s))
```

Damit schreibt mboxShell die Formate MBOX, Maildir, [EML](https://mboxviewerpro.com/de/glossar/eml/), CSV, TXT und HTML.

## 0.8.1 und 0.8.2: kleine Korrekturen, die über GitHub kamen

**Postfächer aus dem Webmail von Aruba öffneten sich als eine einzige Nachricht.** Aruba schreibt die Zeile, die Nachrichten voneinander trennt, mit einem modernen Datumsformat statt dem klassischen, und mboxShell kannte nur das klassische. Jetzt werden beide akzeptiert — streng genug, dass eine Zeile im Nachrichtentext, die ein Datum zitiert, eine Nachricht trotzdem nicht in zwei teilt.

**Nummerierte Ordner und Dateien.** `attachments --dirname seq-no` benennt den Ordner jeder Nachricht nach ihrer Position im Postfach — `0007/` — statt nach Datum und Betreff, die sich wegen Zeitzonen und gekürzter Betreffzeilen schwer der Nachricht zuordnen ließen. Die Nummer ist derselbe `index`, den `search --json` ausgibt. `stats` zählt jetzt auch Nachrichten ohne Message-ID: Ist das 0 und gibt es keine Duplikate, ist die Message-ID für dieses Postfach ein sicherer eindeutiger Schlüssel.

**HTML-Exporte, bereit für ein einziges PDF.** Jede exportierte Seite beginnt mit einer versteckten Überschrift und einer unsichtbaren Markierung. Mit wkhtmltopdf umgewandelt und zu einem einzigen PDF zusammengefügt, bekommt jede E-Mail ein eigenes Lesezeichen, und die Markierung zeigt, wo man es wieder teilen kann.

**0.8.2** ist eine einzige Korrektur: Der Export konnte bei einer Nachricht abstürzen, deren Betreff oder Absender nahe am Anfang einen Buchstaben mit Akzent hatte. Die mit 0.8.0 eingeführte Prüfung auf reservierte Windows-Dateinamen (`CON`, `NUL`…) schnitt den Namen an einem festen Byte ab, das mitten in ein `é` fallen kann. Das betraf jede Plattform, nicht nur Windows.

## 0.9.0: Exporte, die zu ihren Anhängen passen

`export` kennt jetzt dieselbe Option `--dirname seq-no`, sodass `0007.html` und der Ordner `0007/` mit den Anhängen zur selben Nachricht gehören. Die Nummerierung wird über das ganze Postfach berechnet, auch wenn `--query` nur einen Teil auswählt — `export` und `attachments` stimmen also immer überein.

Außerdem wird die erste Nachricht eines Postfachs korrigiert, das mit einer UTF-8-Byte-Order-Mark (BOM) beginnt. Diese Nachricht wurde exportiert, als wäre die Trennzeile ein Header, verlor dadurch ihren Betreff und wurde als `unknown_unknown` gespeichert.

## Was sich nicht geändert hat

mboxShell öffnet weiterhin Postfächer jeder Größe, schreibt nie in die Datei, die es liest, und läuft vollständig offline. Auf der [mboxShell-Seite](https://mboxviewerpro.com/de/mboxshell/) findest du die fertigen Binärdateien für Linux, macOS, FreeBSD und Windows, die Befehle und die Versionshinweise; die vollständige Historie steht im Changelog des Repositorys auf GitHub.

Und wenn du lieber klickst als tippst: Dieselbe Idee steckt in Mbox Viewer für Mac und Windows, kostenlos für Postfächer bis 1 GB.

## Öffne dein Archiv mit Mbox Viewer

Native App für Mac und Windows. Streamt MBOX- und EML-Dateien jeder Größe, vollständig offline.

[Mac App Store](https://apps.apple.com/app/mbox-viewer-pro/id6759237715) [Microsoft Store](https://apps.microsoft.com/store/detail/9NW3GVFG7DDB)
