mboxShell 1.3: Installation per Homebrew, Scoop oder Cargo und ein schlankerer Index
mboxShell 1.3.0 lässt sich jetzt mit einem einzigen Befehl unter macOS, Linux und Windows installieren: per Homebrew, Scoop oder über crates.io. Und der Index verliert seine letzte nicht mehr gepflegte Abhängigkeit: 36 % kleiner, genauso schnell geladen.
mboxShell, unser Open-Source-Terminalwerkzeug für MBOX-Dateien, ist heute in Version 1.3.0 erschienen. Sie bringt zwei Änderungen, die man bei der Arbeit nicht sieht, aber merkt: Die Installation bedeutet nicht mehr, eine Binärdatei von Hand herunterzuladen, und der Index, den das Werkzeug für jedes Postfach anlegt, verliert seine letzte nicht mehr gepflegte Abhängigkeit. Dazu kommen zwei Fehlerbehebungen.
Installation mit dem Paketmanager, den du schon nutzt
Bisher hieß es, außer unter NixOS und Arch: Binärdatei von GitHub laden, ausführbar machen und in einen Ordner im PATH verschieben. Die 1.3.0 bringt drei neue Wege.
Homebrew, unter macOS und Linux:
brew install dcarrero/tap/mboxshell
Installiert die Binärdatei des Releases zusammen mit der Shell-Vervollständigung und der Manpage, sodass man mboxshell sofort funktioniert. Spätere Versionen kommen mit brew upgrade.
Scoop, unter Windows:
scoop bucket add dcarrero https://github.com/dcarrero/scoop-bucket
scoop install dcarrero/mboxshell
Cargo, über crates.io, wenn Rust installiert ist:
cargo install mboxshell # aus dem Quellcode kompilieren
cargo binstall mboxshell # fertige Binärdatei herunterladen
cargo binstall ist der schnelle Weg: Es lädt dieselbe Binärdatei, die wir auf GitHub veröffentlichen, statt ein paar Minuten zu kompilieren.
Alle drei ziehen jede neue Version von selbst nach. Die bisherigen Wege bleiben: mboxShell ist weiterhin in nixpkgs (nix-shell -p mboxshell) und im Arch User Repository (yay -S mboxshell). Alle Möglichkeiten erklärt der Installationsabschnitt der README.
Ein kleinerer Index, ohne bincode
Beim ersten Öffnen eines Postfachs liest mboxShell es komplett und legt daneben einen Index ab (oder im Cache-Ordner, wenn es dort nicht schreiben darf). Dank dieses Index öffnet sich das Postfach beim nächsten Mal, ohne erneut von vorn bis hinten gelesen zu werden, auch wenn es mehrere Gigabyte groß ist.
Geschrieben wurde der Index bisher mit bincode, einer Rust-Bibliothek, die nicht mehr gepflegt wird; das hält der Hinweis RUSTSEC-2025-0141 fest. Bekannte Fehler hatte sie keine, aber eine Abhängigkeit, die niemand pflegt, repariert auch niemand, wenn es so weit ist. Die 1.3.0 schreibt die Einträge mit postcard und den Header von Hand, im selben Aufbau wie zuvor.
Nebenbei ist der Index kleiner geworden: Bei 100.000 Nachrichten sinkt er von 39,4 MB auf 25,3 MB, 36 % weniger, und er lädt genauso schnell. cargo audit, das die Abhängigkeiten mit der Datenbank der Rust-Sicherheitshinweise abgleicht, meldet jetzt überhaupt nichts mehr.
Das ist Version 6 des Indexformats, und du musst nichts tun. Öffnet die 1.3.0 zum ersten Mal ein Postfach, das schon einen Index hatte, erkennt mboxShell das alte Format und baut ihn neu auf. Dieses eine Öffnen dauert so lange wie das allererste; danach geht es wieder schnell.
Zwei Fehlerbehebungen
Ein unlesbarer Index verhindert nicht mehr das Öffnen des Postfachs. War der Inhalt des Index beschädigt, ließ sich das Postfach nicht öffnen. Jetzt baut mboxShell ihn neu auf, so wie bisher schon, wenn der Index nicht mehr zur Datei passt.
Gleichauf liegende Absender erscheinen immer in derselben Reihenfolge. In stats und stats --json konnten zwei Absender mit gleich vielen Nachrichten von einem Lauf zum nächsten die Plätze tauschen. Gleichstände werden jetzt nach Namen sortiert, und zwei Läufe über dasselbe Postfach liefern exakt dieselbe Ausgabe. Das freut alle, die Ergebnisse mit diff vergleichen oder in einem Skript weiterverarbeiten.
Was 1.1 und 1.2 gebracht haben
Seit der 1.0 sind vier Versionen erschienen, über die wir hier noch nicht geschrieben haben:
- 1.1.0: Die Hilfe (
?) zeigt alle Suchoperatoren, nicht nur 8 von 15, undF1öffnet sie direkt an dieser Stelle, auch aus der Suchleiste heraus. - 1.2.0: HTML-Exporte zeigen die Bilder, die eine Nachricht in sich trägt, etwa Logos oder Fotos, ohne etwas von außen zu laden. Bisher wurden sie entfernt.
- 1.2.1: Die Büroklammer erscheint nicht mehr bei Nachrichten ohne Anhang, ein Fehler, der vor allem bei Mails aus Alpine auftrat.
- 1.2.2: Ein CSV-Export aus der Oberfläche überschreibt nicht mehr den vorherigen, und das Log (
mboxshell.log) kann nur noch sein Besitzer lesen.
Wo es das gibt
Die vollständigen Hinweise stehen auf der Release-Seite auf GitHub. Auf der mboxShell-Seite findest du die Binärdateien für Linux, macOS, FreeBSD und Windows, die Befehle und die letzten Versionen.
Und wer lieber ein Fenster als ein Terminal hat: Dieselbe Idee steckt in Mbox Viewer Pro, für Mac, Windows und, als Beta, Linux.
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